DEIN GUIDE FÜRS KÄSEFONDUE

Käsefondue, das gelingt: Dein Guide für einen genussvollen Fondueabend

Vom passenden Käse bis zu raffinierten Beilagen: Entdecke Tipps und kleine Tricks für dein perfektes Käsefondue.

Das Brot ist geschnitten, die Gäste sitzen am Tisch und aus dem Caquelon duftet es nach geschmolzenem Käse. Jetzt einmal eintauchen, kurz drehen und geniessen. So unkompliziert darf ein Fondueabend sein.

Damit der Käse cremig bleibt und neben dem Brotkorb etwas Spannendes wartet, lohnt sich ein wenig Vorbereitung. Hier erfährst du, welcher Käse sich für Fondue eignet, welche Beilagen dazu passen und wie du dein Käsefondue richtig zubereitest. Dazu gibt es kleine Kniffe und Antworten auf Fragen, die oft erst auftauchen, wenn das Caquelon schon auf dem Tisch steht.

Welcher Käse eignet sich für Käsefondue?

Mild und cremig oder kräftig und würzig? Mit der Käsemischung legst du die Richtung fest. Ein Klassiker ist Moitié-Moitié mit Gruyère AOP und Vacherin Fribourgeois AOP. Daneben gibt es regionale Mischungen, beispielsweise mit Appenzeller oder Emmentaler. 

Wenn du selbst mischen möchtest, lohnt sich die Beratung in einer Käserei. Die Sorten sollten geschmacklich harmonieren und sich gemeinsam gut verarbeiten lassen.

Unsere Empfehlung: Fondue von Seiler Käse

Eine feine Wahl für deinen nächsten Fondueabend ist die Fondue-Mischung von Seiler Käse aus Giswil. Du erhältst sie mit einem passenden Rezept und hast damit eine konkrete Anleitung für die Mengen und die Zubereitung. www.seilerkaese.ch

Prüfe beim Einkauf, ob du eine Käsemischung oder ein Fixfertig-Fondue auswählst. Auf der Verpackung steht, welche Zutaten bereits enthalten sind. Zusätzlichen Wein oder Stärke gibst du nur dazu, wenn die Anleitung es vorsieht.

Wie viel Käse und Brot brauchst du pro Person?

Für Käsefondue als Hauptgericht kannst du mit rund 200 g Käse und 150 bis 200 g Brot pro erwachsene Person rechnen. Wenn du Kartoffeln, Gemüse oder eine Vorspeise servierst, brauchst du entsprechend weniger Brot. 

Für vier Personen ist das eine praktische Orientierung:
800 g Fonduekäse
600 bis 800 g Brot

Zusätzliche Zutaten zum Tunken und kleine Beilagen nach Appetit

Bei Fixfertig-Fondue orientierst du dich an der Portionsangabe auf der Verpackung.

Welches Brot passt zu Käsefondue?

utes Fonduebrot hält auf der Gabel, nimmt den Käse auf und bringt eine feine Kruste mit. Weissbrot, Halbweissbrot oder Baguette passen genauso wie ein kräftigeres Ruch- oder Vollkornbrot.

Du musst dich nicht auf eine Sorte beschränken: Mit einem hellen und einem dunkleren Brot bringst du bereits Abwechslung in den Brotkorb.

Frisch oder vom Vortag?

Ganz frisches, sehr weiches Brot kann beim Aufspiessen auseinanderfallen. Brot vom Vortag eignet sich deshalb gut. Alternativ schneidest du frisches Brot einige Stunden vor dem Essen und lässt die Schnittflächen leicht antrocknen. 

Schneide mundgerechte Stücke, möglichst mit etwas Rinde. Zu grosse Würfel sind unhandlich, sehr kleine gehen im Käse leicht verloren.

Tipp: Stich die Gabel durch die weiche Seite bis in die Rinde. So sitzt dein Brotstück stabiler.

Was kannst du ausser Brot in Käsefondue tunken?

Brot bleibt ein Klassiker. Trotzdem lohnt es sich, ein paar Alternativen daneben zu stellen. Kartoffeln, Gemüse und Früchte bringen unterschiedliche Aromen mit und machen aus jedem Bissen eine neue Kombination.

Gschwellti: Unkompliziert und richtig fein

Kleine, festkochende Kartoffeln passen wunderbar zu geschmolzenem Käse. Koche sie als Gschwellti und serviere sie warm. Grössere Exemplare halbierst du, kleine kannst du ganz anbieten.

Wenn du weniger Brot essen möchtest, ersetzt du einen Teil davon durch Kartoffeln.

Gemüse: Bissfest statt weich gekocht

Broccoli, Blumenkohl und Rüebli bringen Farbe auf den Tisch. Gare sie vor und lasse sie bissfest, damit sie auf der Fonduegabel halten.

Gut abtropfen lassen: Nasses Gemüse bringt unnötig Wasser in den Käse. Bereite es deshalb etwas früher vor und lasse es vor dem Servieren sorgfältig abtropfen.

Apfel und Birne: Frucht trifft Würze

Säuerlicher Apfel bildet einen frischen Kontrast zum Käse. Eine feste Birne bringt eine mildere Süsse mit. Schneide die Früchte in mundgerechte Stücke und entferne das Kerngehäuse. Sehr weiche Früchte eignen sich weniger gut zum Aufspiessen. 

Für etwas Besonderes: Kräuterseitlinge und Rosmarin-Kürbis

Wenn du deine Gäste mit einer neuen Kombination überraschen möchtest, probiere diese beiden Ideen:

Geröstete Kräuterseitlinge: 
Schneide die Pilze in dickere, mundgerechte Stücke und brate sie mit wenig Öl goldbraun an. Ihr Röstaroma ergänzt einen würzigen Käse besonders schön.

Rosmarin-Kürbis: 
Schneide einen festfleischigen Kürbis in Würfel und backe ihn mit wenig Öl und etwas Rosmarin im Ofen bissfest. Die leichte Süsse bringt eine spannende Abwechslung.

Beide Zutaten sollten noch genügend Struktur haben, damit du sie gut aufspiessen kannst. Würze zurückhaltend, der Käse bringt bereits viel Geschmack mit.

Welche Beilagen passen zu Käsefondue?

Neben den Zutaten zum Tunken sind kleine Beilagen willkommen, die du zwischendurch separat geniesst:

Cornichons und Silberzwiebeln für einen säuerlichen Kontrast

Eingelegtes Gemüse für zusätzliche Abwechslung

Ein leichter Blattsalat mit einer frischen Vinaigrette

Wenn du eine Vorspeise planst, reicht eine kleine Gemüsesuppe oder ein leichter Salat. So bleibt genügend Appetit auf das Fondue.

Welches Caquelon und welches Rechaud brauchst du?

Beim Fondue-Set zählt vor allem, dass du die Wärme gut kontrollieren kannst. Zu wenig Hitze macht den Käse zunehmend fest, zu viel lässt ihn am Boden ansetzen.

Beim Caquelon: Grösse und Herdtauglichkeit prüfen

Bevor du das Caquelon auf den Herd stellst, prüfst du die Herstellerangaben. Nicht jedes Modell eignet sich für jede Herdart. Gerade bei Induktion solltest du die Kompatibilität ausdrücklich kontrollieren.

Wähle eine Grösse, die zu deiner Käsemenge passt. Du brauchst genügend Platz zum Rühren und Eintauchen, ohne dass der Käse über den Rand schwappt.

Beim Rechaud: Elektrisch oder mit Brennpaste?

Ein elektrisches Rechaud ist praktisch, wenn du eine Steckdose in der Nähe hast und die Wärme bequem über einen Regler einstellen möchtest. Verlege das Kabel so, dass niemand daran hängen bleibt.

Ein Rechaud mit Pastenbrenner braucht keine Steckdose und bringt die klassische Flamme auf den Tisch. Verwende den vorgesehenen Brennstoff und beachte die Bedienungsanleitung. Einen brennenden oder noch heissen Brenner darfst du niemals nachfüllen.

Welches besser zu dir passt, hängt von deinem Tisch und deinen Vorlieben ab. Passende Geräte findest du in unserem Sortiment.

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Käsefondue richtig zubereiten: Schritt für Schritt

Decke den Tisch und bereite Brot und Beilagen vor, bevor du den Käse erhitzt. So kannst du das Fondue servieren, sobald es schön cremig ist.

1. Caquelon vorbereiten

Reibe das Caquelon nach Belieben mit einer halbierten Knoblauchzehe aus. Wenn du Knoblauch besonders gerne magst, kannst du ihn gemäss Rezept direkt mitverarbeiten.

2. Zutaten nach Rezept abmessen

Halte dich an die Anleitung deiner Käsemischung. Gerade das Verhältnis zwischen Käse, Flüssigkeit und Stärke beeinflusst die Konsistenz.

3. Langsam erhitzen und sorgfältig rühren

Erwärme die Mischung wie im Rezept beschrieben. Rühre dabei regelmässig bis über den Boden des Caquelons, damit der Käse gleichmässig schmilzt.

Beim klassischen Seiler-Rezept wird die Mischung unter ständigem Rühren langsam aufgekocht, bis sie cremig ist. Diese Vorgehensweise gilt nicht für jedes Fondue: Reines Vacherin-Fondue braucht eine besonders schonende Zubereitung. Beachte deshalb immer das jeweilige Rezept. www.seilerkaese.ch

4. Auf dem Rechaud warmhalten

Stelle das fertige Fondue auf das Rechaud und reguliere die Wärme. Der Käse soll geschmeidig bleiben und nicht stark sprudelnd kochen.

Rühre während des Essens immer wieder vorsichtig über den Boden. Wenn sich der Käse dort zunehmend festsetzt, reduzierst du die Hitze.

Fondue-Hacks

Was tun, wenn das Fondue zu flüssig ist?

Rühre etwas Maisstärke in wenig kalter Flüssigkeit glatt. Gib sie portionsweise unter Rühren zum Fondue und lasse die Mischung entsprechend dem Rezept nochmals kurz aufkochen.

Streue die Stärke nicht direkt aus der Packung ein. Angerührt lässt sie sich gleichmässiger verteilen. Gehe sparsam vor, damit das Fondue nicht zu dick wird.

Was tun, wenn das Fondue zu dick ist?

Gib schluckweise etwas von der im Rezept vorgesehenen Flüssigkeit hinzu. Bei einem klassischen Weinfondue ist das beispielsweise Weisswein. Rühre gründlich und prüfe die Konsistenz, bevor du mehr dazugibst.

Was tun, wenn sich Fett und Käse trennen?

Ein geschiedenes Fondue musst du nicht sofort aufgeben. Kräftiges Rühren und etwas in Flüssigkeit angerührte Maisstärke können helfen, die Masse wieder zu verbinden. Orientiere dich an den Hinweisen für deine Käsemischung und kontrolliere die Hitze.

Natron für mehr Luftigkeit

Du möchtest deinem Käsefondue eine etwas luftigere Konsistenz geben? Rühre kurz vor dem Servieren eine kleine Messerspitze Natron unter das fertige Fondue. Es schäumt kurz leicht auf und die Masse wird aufgelockert. 

Verwende Natron in Lebensmittelqualität und dosiere sparsam. Mehr ist hier nicht besser und kann den Geschmack beeinträchtigen.

Häufige Fragen rund ums Käsefondue

Ja, verwende dafür ein ausdrücklich passendes Rezept oder eine entsprechende Mischung. Ersetze den Wein nicht beliebig: Neben der Flüssigkeitsmenge spielt auch die Säure für die Konsistenz eine Rolle.

Das hängt vom Gerät und seiner Anleitung ab. Nicht jedes Rechaud ist zum Aufkochen vorgesehen. Bereite dein Fondue auf einer zugelassenen Wärmequelle nach Rezept zu und nutze das Rechaud anschliessend zum Warmhalten.

Oft ist es zu frisch, zu weich oder ungünstig geschnitten. Probiere etwas festeres Brot und schneide Stücke mit Rinde. Auch sehr grosse Brotstücke halten schlechter auf der Gabel

Nein. Mit gutem Brot, einer feinen Käsemischung und wenigen ausgewählten Ergänzungen hast du bereits alles für einen gelungenen Abend. Zwei zusätzliche Zutaten zum Tunken reichen, wenn du etwas Neues ausprobieren möchtest.

So fein es am Tisch duftet, am nächsten Morgen möchtest du den Käsegeruch meist wieder loswerden. Lüfte nach dem Essen gründlich, verstaue die Reste und reinige das benutzte Geschirr.

Als ergänzenden Haushaltstipp kannst du eine flache Schüssel mit zwei Teilen Wasser und einem Teil Haushaltsessig über Nacht aufstellen. 

Den Essig musst du dafür nicht im Wasserkocher erhitzen. Ob dein Gerät dafür geeignet wäre, hängt von seiner Bedienungsanleitung ab.